COS from Scratch

Wenn man sich mit Content Strategie beschäftigt, beschleicht einen häufig das Gefühl, dass sie keinen Anfang und kein Ende hat. Dennoch neigt sich zumindest mein Content Strategie Studium langsam aber sicher seinem Ende zu. Nun ist es Zeit für einen Rückblick.

In meinem ersten Beitrag in diesem Blog habe ich berichtet, wie ich auf die Idee kam, Content Strategie zu studieren. Damals hatte ich keine Vorbildung in die Richtung, nur großes Interesse und die erste Berufserfahrung mit dem Web und Social Media gemacht. Ich bin froh, mich auf diese Reise begeben zu haben. Und froh, dass das Ziel in Sicht ist.

All good things come to an end

Ich habe inzwischen vieles gelernt – nicht nur inhaltlich (und diesen Inhalt wiederum nicht nur dank der Vortragenden, sondern auch dank meiner lieben #COSis und ein wenig auch dank meiner Eigeninitiative) sondern auch in Bezug auf Projekt- und Zeitmanagement. In der Masterarbeit hatte ich die Freude, meine Auftraggeberin vom Unternehmensstart weg zu betreuen und stellte dabei einmal mehr fest, wie weitreichend das Thema Content Strategie ist. Das war mir zu Beginn meines Studiums zugegebenermaßen überhaupt nicht bewusst.

Und nun, keine zwei Jahre später, bin ich bald MA MA (1x Master of Arts in Business dank meinem Tourismusmanagement Studium und 1x Master of Arts in Social Sciences wenn das Content Strategie Studium abgeschlossen ist). Doch vorerst bin ich einmal #COS14 Power Ranger – eine der ersten fünf, die ihre Content Strategie Masterarbeit abgegeben haben. Die Masterarbeit war für mich zum Teil ein harter Kampf um meine Überzeugungen (gegen jene meines Betreuers) und zu meiner Schande muss ich gestehen, diesen Kampf am Ende aufgegeben und „einfach nur noch gemacht“, also seine Vorstellungen umgesetzt, zu haben.

Mein Stolz hat gelitten… Doch meine Nerven freuen sich. Für mich war es einfach Zeit, zu einem Ende zu kommen. Ich möchte endlich wieder einen (zumindest einen halben, mehr bleibt nach der Prüfung im Juli ohnehin nicht mehr übrig!) Sommer genießen und mich Dingen widmen, die in den letzten beiden Jahren zu kurz gekommen sind. Mein Leben wartet auf mich! 😀

Schon nach der Abgabe der Masterarbeit stellte sich große Erleichterung, überschattet von noch größerer Müdigkeit, ein. Häufig fiel an unserem letzten Präsenzwochenende der Vergleich mit dem Geburtsschmerz – kaum war die Arbeit abgeschickt, hatte man schon das Gefühl, dass alles gar nicht so schlimm war. Ach, die Glückshormone! Dennoch stellten wir fest, dass wir langsam „alt“ werden – denn so richtige Feierlaune wollte nur bei wenigen aufkommen. Der Ruf des in letzter Zeit häufig vernachlässigten Bettes war einfach zu laut…

Doch mit Danis Buttons, Juttas Süßigkeiten, Issis Pizzalieferung, Kerstins und Julias Prosecco, einem Spritzer to go vom Luis und dem Grillabend bei Heinz (danke an alle edlen Spender!!) stellte sich trotzdem recht feierliche Stimmung ein. Nicht zu vergessen die lieben Glückwünsche im Kloster und jene der anderen #COSis, die diesen Weg noch vor sich haben. Ich wünsche euch viel Erfolg!!

Nun haben wir fünf noch ein paar Wochen Zeit für die Vorbereitung auf unsere Masterprüfung. Es gilt, die Präsentationen der Masterarbeit vorzubereiten und Prüfungsthemen festzulegen (und natürlich zu verinnerlichen).

Time to say goodbye

Wir haben durchgehalten. Wir 24 sind die Pioniere – der allererste Jahrgang des allerersten Content Strategie Studienganges. Der Pioniergeist hat uns zusammengehalten. Keiner von uns hat aufgegeben, auch wenn dem ein oder anderen natürlich immer wieder, gerade in stressigen Zeiten, der Gedanke kam. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedeten wir uns am Samstag – in dieser Konstellation kommen wir womöglich nie mehr zusammen. Denn nun kann sich bald die erste Handvoll als Master der Content Strategie bezeichnen und im Herbst werden die nächsten folgen, die über den Sommer an ihrer Masterarbeit tüfteln – wie es da motivationstechnisch aussieht, liest sich zum Beispiel sehr authentisch in Kevins Blog.

Unsere letzte Einheit hat ironischerweise in einem Raum stattgefunden, in dem „LOREM IPSUM“ an der Wand prangt. Dabei haben wir doch gelernt, dass man bei Webprojekten immer mit „Content first“ Ansatz an die Sache herangehen soll… also erst den Content beisammen haben und dann das Design und die Technik darum herum zu entwickeln, anstatt mit inhaltsleeren Fülltexten à la Lorem Ipsum zu arbeiten. Wir werden wohl alle auf ewig die Content Strategen Brille auf behalten

Im Oktober werden wir gemeinsam Sponsion feiern und uns auch danach hoffentlich immer wieder einmal sehen. Martin traf es bei seiner „Abschlussrede“ mit „Stories we could have told“ auf den Punkt. Ich bin mir sicher: Wir werden unsere Geschichten schreiben, anstatt eines Tages zurückzublicken auf das, was wir nie getan, ausprobiert und erlebt haben. Ich bin gespannt, wo uns unsere Wege hinführen und wann sie sich wieder kreuzen.

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Ein letzter Blick aus dem Klosterfenster am Morgen unserer Abreise

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